Urnengemeinschaftsfeld in Gresaubach fertiggestellt – was lange währt wird endlich gut!?

Das neue Friedhofsentwicklungskonzept der Stadt Lebach wird schon seit mehreren Jahren in den Ortsräten und im Stadtrat diskutiert. Aufgrund enormer Kostensteigerungen bei Bestattungen in Urnenwänden soll diese Bestattungsform künftig entfallen bzw. wird sie mit Ausnahme der freien Kapazitäten nicht mehr durchgeführt.

Der Stadtteil Gresaubach war davon schon sehr früh betroffen. Deshalb hat der Gresaubacher Ortsrat bereits in seiner Sitzung am 5. Juli 2016 die Anlegung eines Bestattungsfeldes für Urnenbestattungen auf dem Friedhof Gresaubach gefordert.

Seitens des Ortsrates wurde eine Fläche benannt, die aber im anschließenden Konzept der Planer keine Berücksichtigung fand. Die neu ausgewiesene Fläche erschien uns auf dem Plan als ebenso geeignet und der Ortsrat stimmte der Planung einstimmig zu.

Das Grabfeld wird dann als Naturgrabfeld bezeichnet, weil die Pflege der Fläche im Rahmen der allgemeinen Friedhofspflege erfolgt, ähnlich wie bei den derzeitigen Rasenurnengräbern. Am Rand der Fläche sollte sich ein Denkmal (Stele) befinden. Auf dieser Stele werden dann die Namen der dort bestatteten Personen angebracht.

Der Stadtrat und auch der zuständige Ausschuss haben der Anlegung solcher Urnengemeinschaftsanlagen dann ebenfalls zugestimmt. Eine entsprechende Planung für die Friedhöfe in Gresaubach und Falscheid wurde vorgelegt und beschlossen. Jedoch gestaltete sich die Umsetzung der Maßnahme in Gresaubach als besonders schwierig.

Im März 2017 erfolgte die Vergabe an eine Lebacher Firma. Diese begann eine Fläche einzuebnen und markierte den Platz für die Stele. Ferner wurde eine Bepflanzung der Fläche sowie des Randbereiches vorgenommen. Dann passierte allerdings über Monate nichts.

In zahllosen Gesprächen direkt in der Stadtverwaltung, in Telefonaten und E-Mails wurde immer wieder der Zustand der Fläche durch meine Person, aber auch durch die Bürgerinnen und Bürger, angesprochen.

Bedingt durch den heißen Sommer überlebten viele Pflanzen die hohen Temperaturen nicht. Auf der Fläche wuchs meterhoch ein schilfähnliches Gras. Es passierte einfach nichts mehr!!! In der Zwischenzeit wurde sogar in den sozialen Medien über diesen Missstand berichtet. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld aber auch noch eine Baustelle.

In der Folge fanden mehrere Ortstermine statt mit Planern, der Stadt und der ausführenden Firma. Die Zeit drängte, denn die drei Urnenwände in Gresaubach waren belegt, es gab hier keine Kapazitäten mehr und die Nachfrage bestand.

Erst jetzt, in den letzten beiden Wochen, wurde dann endlich mit Hochdruck an der Maßnahme gearbeitet. Die Stele wurde an ihrem Platz postiert. Der Zugangsweg zum neuen Urnengemeinschaftsfeld wurde durch eine andere Firma erneuert. Die Fläche wurde mit Rasen eingesät, die Bepflanzung um die Fläche herum durch Helferinnen und Helfer aus Gresaubach komplett erneuert. Die Kosten für die Pflanzen übernahm der FDP-Ortsverband Gresaubach sowie eine Privatperson.

Nunmehr kann diese Bestattungsform in Gresaubach in Anspruch genommen werden. Die erste Bestattung ist auch bereits erfolgt. Es wurden hier sicherlich Fehler gemacht. Aber aus diesen Fehlern gilt es zu lernen. Auf diesem Urnengemeinschaftsfeld wird jetzt in einem ersten Abschnitt Platz für 21 Urnen sein. Die zweite Fläche soll dann links neben der jetzigen Fläche ebenfalls für 21 Urnen entstehen.

An dieser Stelle möchte ich mich besonders beim Leiter des Umwelt- und Friedhofsamtes, Herrn Bernd Bender, bedanken. Dieser war uns immer ein kompetenter Ansprechpartner, der ebenfalls alles versucht hat, um die Maßnahme zeitnah und planmäßig umzusetzen.

Die Einsegnung des Gräberfeldes wird bei der nächsten Bestattung durch unseren Pastor vorgenommen. Ich hoffe, dass diese Art der Bestattung trotz der Anfangsschwierigkeiten in Gresaubach, aber auch in den anderen Stadtteilen, angenommen wird. Im Sinne der verstorbenen Personen, aber auch der Angehörigen und Freunde.

Ihr/Euer Ortsvorsteher

Fred Metschberger